Uralt

Ich hatte schon fast vergessen wie Zelten ist: viel zu früh mit eiskaltem Gesicht aufwachen, dann raus in das noch kältere Draußen nur um sich dann mit noch kälterem Wasser zu waschen. Danach dünner Kaffee und altbackenes Brot. Hab ich erwähnt, dass es kalt war?

Zum Glück wurde es schnell richtig warm, so dass wir beschlossen zu einem nahen See zu fahren, um dort zu picknicken. Das Wort Picknick scheint in diesem Fall aber leicht untertrieben, denn mitten am Strand wurde ein schön gedeckter Tisch (mit Tischdecke und allem Pipapo) mit einem kompletten warmen Mittagessen.

Besonders spektakulär war ein Ausflug zu Felsmalereien in einem etwas abgelegenen Tal. Fast hätten wir diesen Programmpunkt übersehen, machten dann aber mit quietschenden Reifen kehrt, um das noch mitzunehmen. Die Straße dort hin war so schlecht, dass wir in ein anderes Fahrzeug umsteigen mussten. Aber allein die abenteuerliche Fahrt durch die Berge war den Aufwand wert. In dem Tal gab es dann zwei handvoll wunderschöne in den Stein geritzte Zeichnungen zu sehen, uns sehr begeisterten. Man muss sich vorstellen, dass an dieser Stelle vor 5000 Jahren jemand mit einer künstlerischen Ader stand und hier Szenen aus seinem Leben verewigt hat. Bei dem Gedanken bekommt man doch Gänsehaut, oder?

Auf in den kalten Norden zum Zelten

(28.3.18) Und wieder stand ein langer Reisetag mit wenigen Boxenstops an. Es gab wenig Berichtenswertes zu sehen. Wüste, Wüste und noch mehr Wüste mit kurzen Stopps bei den Überresten einer alten Karawanserei und einer Festung Alexander des Großen. Da das Kaff des vorletzten Stopps des Tages zu klein für ein Restaurant o.ä. war, gab es ein leckeres Mittagessen bei einer Familie, die sich dadurch ein kleines Zubrot verdiente. Es gab Plov.

Am späten Nachmittag kamen wir dann in dem Jurtencamp an. Die Jurten waren echt, die Kasachen waren echt, die Kamele, auf denen wir geritten sind, wären echt, die traditionellen Volkslieder, die vorgesungen wurden, waren echt. Nur das Camp selbst war nicht echt. Das war für Touristen.

Buchara, 2. Tag (27.3.18)

Heute war ein schöner Tag. Es gab ein paar sehr interessante Dinge zu besichtigen, wir konnten nochmal so richtig die Atmosphäre der Stadt aufsaugen, endlich blauer Himmel und Sonnenschein, Nudelsuppe, Hammam und vieles mehr. Aber eins nach dem anderen.

Der Sommerpalast ist das klassische Ausflugsziel für Touristen, Einheimische und Schulklassen. Dementsprechend voll war es auch. Anfangs sind auch wir gar nicht zum Fotografieren gekommen, aber nicht wegen der Menschenmassen selbst, sondern weil die alle ein Foto mit uns machen wollten. Die drängelten und schuppsten und giggelten und jeder wollte ein Selfie mit den West-Touristen. Mal sehen auf wieviel Facebook-Seiten ich jetzt gelandet bin.

Danach ging es zu Fuß durch ein Wohnviertel und zu einer putzigen Medresse mit vier Türmen. Als dann eine Mitreisende aber zu einer Schneiderin wollte, um ihre Hose kürzen zu lassen, verdrückten Burkhard und ich uns lieber in ein Kaffee auf dem Hauptplatz. Die tolle Atmosphäre und das merkliche bessere Wetter entschädigte uns etwas für die recht einseitige Wunscherfüllung unserer Reiseleitung. Als wir dann etwas meckerten, führte uns der Reiseleiter (statt Freizeit) doch noch zu ein paar anderen Sehenswürdigkeiten, die allesamt wirklich interessiert und schön waren. Es wäre echt schade gewesen, wenn wir das verpasst hätten. So zum Beispiel könnten wir in einer Medresse alte Studenten-WGs sehen, also die Zimmer in denen die Studenten zu viert gelebt und gelernt haben.

Und dann haben wir uns in einem historischen Hammam mal so richtig durchwalken lassen. Alter Schwede, der Masseur hat echt jeden Wirbel in meinem Rücken knacken lassen.

Buchara, 1. Tag

Nachdem wir gestern von Buchara nur Hotel und Restaurant gesehen hatten, haben wir jetzt einen dichtgepackten Besichtigungstag hingelegt. Insgesamt war der Tag aber eher eine gemischte Erfahrung. Der Streifzug über den Basar war wieder ein Erlebnis, und Höhepunkt waren natürlich die historischen Stätten.

Aber nicht jede Moschee oder Medresse begeistert, denn so langsam machen sich wiederholende Elemente bemerkbar und eine gewisse Sättigung tritt auf. Die Zitadelle war von außen beeindruckend, aber von innen eher enttäuschend. Die Miri-Arab-Medresse und Moschee und Minarett Kalon waren absolut umwerfend. Ich hatte vor dem Urlaub nicht erwartet eine solche Pracht zu sehen zu bekommen.

Dass wir danach zu einem Teppichhändler, Kunstmaler und eine als Folklore-show verkappte Verkaufsveranstaltung geschleppt wurden war für mich der gefühlte Tiefpunkt der Reise. Dass wir bei der Show noch bei den Getränken abgezockt wurden, und dass einige Mitreisende der restlichen Gruppe mehrere Stunden durch Klamotten-Kaufaktionen gestohlen haben, hat nicht zur Verbesserung meiner Stimmung beigetragen.

Das gemeinsame Abendessen (allerdings ohne Guide, da dieser sich anscheinend wichtigeren Dingen zuwenden musste) mit dem Nationalgericht “Plov” hat aber für vieles entschädigt.

On the road again

Gestartet haben wir den Tag mit einem tollen Frühstück, das meinem Vorsatz ab heute weniger zu essen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Nach etwa einer Stunde Fahrt ließ unser Guide den Bus halten, da er gesehen hatte, wie eine Familie in ihrem Hof in einem Tandoori Brot buk. Also nichts wie hin. Wie das letzte mal lief sogleich die gesamte Familie zusammen, führte uns durch ihr Haus, posierte für Fotos und schenkte uns zum Abschluss noch zwei ihrer frisch gebackenen Brote. Mittagessen gab es dann in einem Trucker-stop: definitiv ohne andere Touristen, leckerer Fisch, aber doch etwas zweifelhafte hygienische Verhältnisse.

Nach ca. 10 Stunden kamen wir mit durchgerüttelten Knochen in Bukhara ab. Außer dem Abendessen (das wieder hervorragend war) war aber nicht mehr viel drin. Eine Änderung war aber heute ersichtlich: wir haben – wie gewünscht – kleinere Portionen zu Essen bekommen, dafür haben wir erheblich mehr Alkohol getrunken. Sehr gute Entwicklung.

Lehmziegel auf Lehmziegel

Heute wird ein eher kurzer Eintrag, da ich nicht so richtig weiß was ich schreiben soll. Nicht weil so wenig passiert ist, sondern so viel.

Wir sind nach Xiva geflogen und sind geplättet von diesem Weltkulturerbe. Es ist wie ein wahrgewordenes Märchen aus 1001 Nacht. Der Altstadtkern ist komplett erhalten bzw. in den Originalzustand restauriert. Eine Sehenswürdigkeit jagt die andere, so weit das Auge reicht Gebäude aus Lehmziegel verziert mit blauen Kacheln.

Einziger Wermutstropfen ist das Wetter: 4 – 12 Grad Celsius bei komplett bedecktem Himmel. Schade, die Bilder wären bei Sonnenschein und blauem Himmel sicherlich schöner geworden.

Ein paar Highlights:

  • Wir besichtigten einen ehemaligen Harem, wunderschön verziert mit vielen Zimmerchen. In dem Harem trafen wir einen usbekische Frauenreisegruppe, die sogleich mit unserer Truppe das Flirten und tanzen begann.
  • Bei dem Besuch von vier Teppichknüpferinnen bei der Arbeit gab unser Guide zu in eine der Damen verliebt war. Aber als sie bereit war zu heiraten, hatten die Eltern unseres Guides ihn bereits zwangsverheiratet und als er sich zwei Jahre später hat scheiden lassen war sie verheiratet. Hat wohl nicht sollen sein.
  • In einem Kaffee bekamen die Besitzer mit, dass Burkhard ziemlich fror und keine Jacke dabei hatte. Also liehen sie ihm eine Jacke, die er den ganzen Tag behalten durfte.
  • Selbst in den heiligen Städten ist man tolerant und zuvorkommend und freut sich daran, dass wir uns dafür interessieren was den Usbeken wichtig ist. So z. B. besichtigten wir das sensationell verzierte Grab eines Heiligen und die Gläubigen machten uns gerne Platz, ließen sich aber auch nicht von uns von ihrem Tun abhalten.
  • Das Essen ist übrigens bisher immer sehr gut gewesen: einfach, nicht unbedingt kalorienarm, aber immer sehr lecker. Abends gab es eine lokale Spezialität: Grüßend Nudeln mit Kürbisgemüse (Grün würden die Nudeln durch Dill im Teig. Und als Medizin gibt es zum Schluss immer Wodka.

OK, jetzt verstehe ich was hier unter Gastfreundschaft verstanden wird

Ich muss erst einmal die ganzen Eindrücke von heute in meinem Kopf sortieren. Unsere Reisegruppe ist klein und 2 der insgesamt 6 Reisenden kenne ich ja schon, womit wir schon einmal die Hälfte der Gruppe stellen. Dies ermöglicht uns eine deutlich individuellere und spontaner Vorgehensweise als bei anderen Gruppenreisen.

Wir starteten unseren Tag in Taschkent langsam mit einem Besuch eines Kunstmuseum, einem Museum mit alten Schriften und einer Moschee in welcher gerade das Freitagsgebet begann. Alles war malerisch und könnte direkt einem Märchen aus 1001 Nacht entsprungen sein. Auf dem Platz vor der Moschee spielten Kinder und ließen bei strahlend blauem Himmel Drachen steigen. Bisher ist jeder Usbeke, den wir treffen, unglaublich freundlich, möchte wissen wo wir herkommen und lässt sich lachend gerne fotografieren.

Diese Freundlichkeit gipfelte dann am Vormittag in den bisherigen Urlaubshöhepunkt. Wir liefenvon der Moschee zu Fuß durch eine Wohnsiedlung, um zum Basar zu gelangen. Bei einem Privathaushalte Stand das Tor ein Spalt weit offen und man könnte einen Blick auf einen schönen Innenhof erhaschen. Auf die Frage hin, ob wir in den Hof rein fotografieren dürften, meinte unser Guidelines nur: warum nicht. Er klopfte an der Tür, fragte ob wir reinkommen dürfen und schwups würden wir von der ganzen Familie willkommen geheißen. Von der Großmutter bis zum Enkelkinder stellten sich alle vor und freuten sich riesig. Und schwups saßen wir in deren Wohnzimmer und bekamen Tee, frisch gebackenes Brot und vieles mehr auf einen reichlich gedeckten Tisch angeboten. Und wenn wir nicht nach der Tasse Tee aufgestanden wären, hätte uns die Großmutter Mittagessen gekocht. Unglaublich. Wenn bei mir plötzlich 6 Usbeken vor der Tür ständen, würde ich denen vermutlich kein Mittagessen kochen.

Der Basar war übrigens auch der Wahnsinn. Hier gab es alles an Lebensmitteln, Haushaltsutensilien, Kleidung, Musik-CDs usw. in einem wilden Gewusel aus festen Ständen und Menschen, die einfach am Wegesrand Zeug aus Tüten oder Körben verkauften. Mittag gab es mitten im Basar in einer Platz mit Garküchen wo wir uns durch das Angebot probierten. Von Schachlick über Schafsfett bis zu Nudeln mit Pferdefleisch. Landestypischer geht nicht.

Hallo Usbekistan

Hallo Usbekistan! Bislang habe ich nur den Flughafen von Tashkent und das Hotel gesehen, bin aber froh, dass die Anreise einigermaßen problemlos abgelaufen ist. Um 4:30 Aufstehen und dann in den vollkommen überfüllten ICE. Der ist natürlich verspätet und nur mit der Hälfte der Wagons unterwegs. Leicht genervt stelle ich fest, dass es durchaus zeitaufwändig ist vom Flughafen Fernbahnhof zum Terminal 2 zu kommen. Nach einer Sicherheitskontrolle aus der Hölle war nur noch Zeit eine Flasche Rum zu kaufen. Nur zum Desinfizieren natürlich.

Schlechter getroffen hatte es meine Mitreisenden Burkhard und Margarine, denn ihr Flieger aus Berlin hatte aufgrund von Eis und Schnee Verspätung. Während die beiden quer durch den Flughafen rannten, bequatscht ich die Leute der Airline am Gate. Als die beiden endlich eintrafen (Nach der Security aus der Hölle) hieß es dann, sie wären 2 Minuten zu spät, das Gate sei geschlossen. Dank rekordverdächtiger Überredungskünste schafften es dann doch noch alle in den Flieger.

Fast zumindest. Denn die Koffer der beiden blieben in Frankfurt. Und leider fliegt die Linie die Strecke nur 1-2 mal die Woche. Tja, schaun wir mal.

Neue Wohnung, neues Glück

Endlich bin ich in meine Wohnung in Nürnberg eingezogen.

Eingezogen ja, aber Wohnen würde ich das nicht nennen. So langsam nervt das Leben im Provisorium. Naja, es gibt aber immer wieder Grund zur Freude. Wenn man den ersten Karton komplett ausgepackt hat, wenn man zum ersten mal auf das neue Klo geht…

Es sind halt die kleinen Dinge im Leben, die man schätzen muss.

Wieder in Malaysia

Endlich hat der Urlaub begonnen, auch wenn sich die letzten Tage davor wie Gummi gezogen haben. Und jetzt genieße ich die ersten Tage in Malaysia und lasse es hier ruhig angehen. Genau was der Arzt verordnet hat. 🙂

Nur die Hinreise hatte noch ein Abenteuer bereit. Der Flug ab Nürnberg war für den Abend angesetzt, also ging ich Mittags noch gemütlich durch die Wohnung, warf noch eins zwei Sachen in den Koffer und ging nochmal unter die Dusche, um für den Flug frisch zu sein. Als ich aus dem Bas kam, sah ich, dass ich eine SMS bekommen hatte. Der Inhalt ging ungefähr so: “Ihr Flug wurde annulliert. Wir wünschen noch einen guten Tag.” Ein Anruf beim Service-Center der Lufthansa bestätigt das. Das einzige was man mir anbieten konnte war statt dem Nürnberg-Frankfurt-Flug einen Nürnberg-München-Frankfurt-Flug. Totaler Blödsinn, aber wenigsten käme ich damit sicher an mein Urlaubsziel. Das einzige Problem war, dass ich für diese Verbindung in einer guten halben Stunde am Flughafen sein musste.

Total abgehetzt und verschwitzt kam ich am noch rechtzeitig am Flughafen an. (Warum hatte ich eigentlich geduscht?) Ab dann ging zum Glück alles glatt. Lufthansa konnte das Gepäck sogar bis zum Ziel durchchecken, obwohl der letzte Hoppser mit Malaysia Airlines ging. Als Resultat hatte ich 5 Flugabschnitte, die gar nicht mehr auf einen Gepäcktag gedruckt werden konnten. Seit 30 Jahren arbeite sie hier, aber das habe sie auch noch nicht gesehen: Der Drucker spuckte zwei Gepäcktags aus, die parallel am Koffer befestigt werden mussten. Man lernt eben nicht aus.

Update: Und hier der Grund für den annullierten Flug: http://www.focus.de/regional/nuernberg/polizeipraesidium-mittelfranken-notlandung-am-nuernberger-flughafen-endete-glimpflich_id_7474753.html

Neue Homepage online

Endlich habe ich es geschafft meine neue Homepage (bzw. “Personal Page” wie man es jetzt nennt) online zu stellen. Der Auftritt ist jetzt deutlich aufgeräumter, Inhalte, die ich auch zeitlichen Gründen nicht weiter pflegen kann, sind rausgeflogen und werden erst wieder aufgenommen, wenn ich sie überarbeitet habe.

Hoch hinaus

Aus dem Urlaub gut zurück gekommen, die Feiertage gut überstanden und gut ins neue Jahr gekommen. Dachte ich zumindest. Irgendwie habe ich mich in den letzten Wochen unwohl gefühlt, ohne den Grund wirklich lokalisieren zu können. Kopfschmerzen, hoher Puls und ein leicht beklemmendes Gefühl in der Brust waren ständige Begleiter. Irgendwann habe ich mir gedacht: “Jörg, miss doch mal deinen Blutdruck.” Das Ergebnis war beeindruckend.

Am nächsten Tag hat mir der Hausarzt Betablocker verschrieben. Ich hoffe, dass der Zustand nur temporär ist und ich das durch Gewichtsabnahme, Sport etc. wieder in den Griff bekomme. Ansonsten darf ich die Pillen gegen Bluthochdruck bis ans Ende meiner Tage nehmen.

Höhenkoller

Wir haben heute unsere maximale Höhe von knapp 4400 m über NN erreicht und ich muss sagen, dass ich das nur so mittelgut vertrage. Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Müdigkeit sind unsere ständigen Begleiter.

Heute abend haben wir unsere letzte Etappe erreicht: der Titicacasee. Aufgrund des Streiks ist unser Programm noch unklar. Aber ehrlich gesagt, wäre eine etwas ruhigere Phase nicht schlecht.

Machu Picchu streikt

Machu Picchu (c) by Joerg Neidig. All rights reserved

Es gab hier schon länger keinen Eintrag mehr, aber zum Highlight diese Reise wollte ich dann dich auf jeden Fall etwas schreiben. Die Reise ist anstrengender als ich gedacht habe. Wir stehen jeden Morgen super früh auf. Gestern zum Beispiel bereits um 04:30 Uhr früh. Die Belastung durch die Höhenmeter (aktuell ca. 3800m) kommt noch dazu. Daher falle ich aktuell jeden Abend vollkommen platt ins Bett.

Das absolute Highlight diese Reise sollte der Besuch des Weltkulturerbes machu picchu werden. Als unsere Reiseleiterin vor 2 Tagen angekündigte, dass ein Generalstreik dies eventuell verhindern könnte, trat in unserer Reisegruppe leichte Panik ein. Zum Glück handelt in die Streik-Parteien eine 10-tägige Stillhaltefrist aus, die genau zu unserem Reiseplan passte. Eintrittskarten für Machu Picchu müssen nämlich lang im Voraus gekauft werden, sind an einen festen Tag gebunden und nicht umtauschbar. Was mit dem restlichen Reiseprogramm passiert, werden wir in den nächsten Tagen noch rausfinden.

Machu Picchu selbst ist so großartig wie alle sagen. Die Inkastätte ist zu 70% erhalten und in einer Landschaft gelegen, die spektakulärer kaum sein könnte. Natürlich ist die Stätte vollkommen überlaufen und geprägt von langen Menschenschlangen. Am Ende hat dies aber weniger gestört als ursprünglich befürchtet. Ab der ersten Minute ziehen einen die Ruinen in den Bann und man muss sich immer wieder vor Augen halten wie hier gelebt, gearbeitet und gefeiert wurde.

Man kann sich hier bestimmt ewig aufhalten und immer wieder etwas Neues entdecken, nach gut 4 Stunden hatte ich dann aber doch genug gesehen. Zum einen weil es unsagbar heiß und schwül war und zum anderen weil ich pinkeln musste und es innerhalb von Machu Picchu keine Toiletten gibt.

Landebahnen für Außerirdische

Die letzten Tage waren ziemlich angefüllt von reiner Reisetätigkeit, um weiter in den Süden zu kommen und langsam an Höhenmetern zu gewinnen. Heute besuchen wir die wohl schönste Stadt Perus Arequipa, gelegen auf ca. 2800m 2400m.

Unterwegs konnten wir noch einen Blick auf die legendären Nazca-Linien werfen. Es werden zwar spezielle Rundflüge dafür angeboten, aber bereits von den dort aufgestellten Aussichtstürmen kann man due Figuren gut erkennen. Interessanterweise sind die Linien hauptsächlich im deutschsprachigen Raum bekannt, den italienischen, englischen, spanischen Touristen ist das in der Regel ganz neu. Wenn man die Linien so sieht, kann man durchaus nachvollziehen, dass immer wieder Außerirdische ins Spiel gebracht werden.