Lehmziegel auf Lehmziegel

Heute wird ein eher kurzer Eintrag, da ich nicht so richtig weiß was ich schreiben soll. Nicht weil so wenig passiert ist, sondern so viel.

Wir sind nach Xiva geflogen und sind geplättet von diesem Weltkulturerbe. Es ist wie ein wahrgewordenes Märchen aus 1001 Nacht. Der Altstadtkern ist komplett erhalten bzw. in den Originalzustand restauriert. Eine Sehenswürdigkeit jagt die andere, so weit das Auge reicht Gebäude aus Lehmziegel verziert mit blauen Kacheln.

Einziger Wermutstropfen ist das Wetter: 4 – 12 Grad Celsius bei komplett bedecktem Himmel. Schade, die Bilder wären bei Sonnenschein und blauem Himmel sicherlich schöner geworden.

Ein paar Highlights:

  • Wir besichtigten einen ehemaligen Harem, wunderschön verziert mit vielen Zimmerchen. In dem Harem trafen wir einen usbekische Frauenreisegruppe, die sogleich mit unserer Truppe das Flirten und tanzen begann.
  • Bei dem Besuch von vier Teppichknüpferinnen bei der Arbeit gab unser Guide zu in eine der Damen verliebt war. Aber als sie bereit war zu heiraten, hatten die Eltern unseres Guides ihn bereits zwangsverheiratet und als er sich zwei Jahre später hat scheiden lassen war sie verheiratet. Hat wohl nicht sollen sein.
  • In einem Kaffee bekamen die Besitzer mit, dass Burkhard ziemlich fror und keine Jacke dabei hatte. Also liehen sie ihm eine Jacke, die er den ganzen Tag behalten durfte.
  • Selbst in den heiligen Städten ist man tolerant und zuvorkommend und freut sich daran, dass wir uns dafür interessieren was den Usbeken wichtig ist. So z. B. besichtigten wir das sensationell verzierte Grab eines Heiligen und die Gläubigen machten uns gerne Platz, ließen sich aber auch nicht von uns von ihrem Tun abhalten.
  • Das Essen ist übrigens bisher immer sehr gut gewesen: einfach, nicht unbedingt kalorienarm, aber immer sehr lecker. Abends gab es eine lokale Spezialität: Grüßend Nudeln mit Kürbisgemüse (Grün würden die Nudeln durch Dill im Teig. Und als Medizin gibt es zum Schluss immer Wodka.

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