The Embuggerance gets serious

Oh man, schlechte Nachrichten: Ich habe mich schon riesig darauf gefreut, in meinem Sommerurlaub wieder auf der Discworld Convention mit vielen gleichgesinnten Fans zu Feiern und Die Gegenwart von Terry Pratchett zu genießen. Der erste Teil wird stattfinden, der zweite Teil aus einem sehr traurigen Grund nicht. Die Alzheimererkrankung von Terry Pratchett hat wohl nun das letzte Stadium erreicht:

“I have been putting off writing this announcement for quite some time
and on good days thought I wouldn’t have to write it at all. However,
it is with great reluctance that I have to tell you all that I will
not be able to attend the upcoming Discworld Convention in Manchester.
I am very sorry about this, but I have been dodging the effects of PCA
and have been able to write for much longer than any of us ever
thought possible, but now The Embuggerance is finally catching up with
me, along with other age-related ailments. I know people will have
already made plans far in advance and some will be travelling a long
way, but this is the first time ever that I have been unable to attend
a UK convention and I really am very sorry. They say time marches on,
and it does, even though I have been running very fast to keep one
step ahead of it. I really was looking forward to seeing your smiley,
happy faces. Have fun everyone. Yes, on this occasion, have lots of
fun.” Terry Pratchett, July 2014

Hardcore-Fans

Es gibt Menschen, die die Bücher von Terry Pratchett mögen. Es gibt solche, die sich selbst als große Fans bezeichnen. Und dann gibt es die Hardcore-Fans.
Hardcore-Fans besitzen natürlich alle Bücher (inkl. Karten, Lexika und dem Kochbuch), typischerweise gleich in mehreren Fassungen und signiert. Sie haben haufenweise Scheibenwelt-T-Shirts im Schrank, Zeichnungen an der Wand, Zinnfiguren im Regal. Hardcore-Fans nehmen größere Reisen in Kauf, um regelmäßig an den Conventions teilzunehmen. Tätowierungen mit Scheibenweltmotiven sind nicht selten.
Jetzt war auf der Convention jedoch ein hochschwangerer weiblicher Fan, der wirklich alles gegeben hat. Als während einer Lesung die Wehen einsetzten, meinte sie nur, dass diese erst im Abstand von 8 Minuten kämen und sie daher noch viel Zeit habe und sie lieber der Lesung noch weiter zuhören wurde.

Hardcore.

Gute-Nacht-Geschichte von Terry

Der gestrige und erste Tag der Convention war – wie ueblich – relativ ruhig. Highlights waren natuerlich die Eroeffnungszeremonie und die Gute-Nacht-Geschichte von Terry Pratchett.
In der Eroeffnung fing Terry erst einmal damit an zu erlaeutern, was die letzten Monate durch die Presse gewandert war. Er ist an einer seltenen Form von Alzheimer erkrankt. Diese Auspraegung greift aber nicht das Erinnerungsvermoegen oder das Sprachzentrum an, sondern das Wahrnehmungsvermoegen. D.h. das Gehirn nimmt immer wieder Dinge aus der Umgebung nicht wahr. So passiert es zum Beispiel regelmaessig, dass er auf der Tastatur einen Buchstaben nicht mehr findet, wobei dann kein Loch oder so etwas auf der Tastatur erscheint, sondern die Taste schlichtweg verschwindet. Wenn also das f verschwindet sieht es fuer Terry so aus, als ob die D-Taste direkt neben der G-Taste liegt. Terry Pratchett nimmt das Ganze relativ locker und meint, dass sei eine angenehmere Art von Alzheimer, aber bitter ist das Ganze schon.

Als Gute-Nacht-Geschichte hat Terry aus seinem neusten und noch nicht erschienenen Buch vorgelesen und ich muss sagen es klang wirklich toll. Die Geschichte spielt nicht auf der Scheibenwelt, sondern auf unserer Welt etwa zur Viktorianischen Zeit. Der Plot dreht sich darum, dass eine Insel von einem Tsunami ueberschwemmt wird und praktisch vollstaendig vernichtet. Es gibt nur wenige vereinzelte Ueberlebende. Protagonisten sind der einzige Ueberlebende eines Dorfes auf der Insel, ein mit einem Schiff gestrandete Englaenderin und ein Papagei.

und der Wahnsinn beginnt

Heute ist der erste Tag der Discworld Convention 2008. Naja, eigentlich faengt das offizielle Programm erst morgen an, aber irgendwie hat sich ueber die letzten Jahre eingependelt, dass man schon am Tag vorher eintrudelt, um sich aufzuwaermen. Und bereits jetzt ist es eine ziemlich unterhaltsame Angelegenheit. Allen Fans und Freunden der Scheibenwelt und anderer Romane von Terry Pratchett sei dieser zweijaehrliche Konvent ans Herz gelegt.

Auf der Reise von Frankfurt nach Birmingham ist mir noch was Lustiges passiert. In der Schlange am Boarding-Schalter in Frankfurt ueberhoere ich eine Unterhaltung zwischen einem Fluggast und einer Lufthansaangestellten.
Angestellte: Den Boardingpass bitte.
Fluggast: Hier.
Angestellte: Dankeschoen. Eine schoene Reise.
Fluggast: Und jetzt?
Angestellte: Jetzt gehen Sie bitte den Gang entlang zum Bus.
Fluggast: Zum Bus???
Angestellte: Ja, der faehrt aber nicht bis nach Birmingham, sondern nur bis zum Flugzeug.
Fluggast: Achso.