China im Schnelldurchgang

Platt.

So beschreibt sich mein Zustand gerade am besten. Ich sitze gerade in Peking im Hotel und versuche etwas Luft zu schnappen. So richtig verdauen werde ich die Tage wohl erst später. Wie ging es bislang?
Sonntag um zehn Uhr morgens in den Flieger und am Montag um sieben Uhr früh Ortszeit in Shanghai ankommen (+ 6 Stunden Zeitverschiebung). Um neun Uhr früh der erste Termin in der Siemens-Niederlassung, danach 2 Kundenbesuche, die bis 19:00 Uhr dauern. Um 20 Uhr bin ich im Hotel und habe über 30 Stunden lang nicht geschlafen. Um 3:00 Uhr morgens liege ich wach im Bett und kann nicht schlafen. Ist aber prima, denn dann kann ich vor dem nächsten Kundentermin die ersten Berichte schreiben. Dann kommt eine ätzende Zugfahrt nach Hangzhou, zwei weitere Kundentermine, um 21:00 Uhr der Flug nach Peking, Ankunft im Pekinger Hotel um 1:00 Nachts und ich schlafe wie ein Stein… … bis etwa 5:00 morgens. Ich bin hellwach und aufgedreht. Prima, E-Mails checken, Unterlagen sortieren, den nächsten Termin vorbereiten, Bericht schreiben und los gehts…

Die Kollegen in China geben sich übrigens richtig Mühe. Ich bin sehr froh die Kollegen hier getroffen zu haben und zu sehen, wieviel Energie die investieren, um Projekte an Land zu ziehen. Fachlich hat sich die Reise schon jetzt bezahlt gemacht (denke zumindest ich). In meinem Kopf kristallisiert sich bereits ein relativ klares Bild heraus was der chinesische Markt braucht. Und das ist so gar nicht das was ich vor ein paar Tagen für notwendig gehalten habe.

Dem ersten Nepp bin ich wohl auch schon zum Opfer gefallen. Direkt bei der ersten Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel hat mich der Taxifahrer wohl ziemlich ausgenommen (das haben mir die Kollegen zumindest gesagt). Naja, zumindest hat er mir eine Quittung gegeben.

Hannover Messe vorbei

OCC Siemens bike
OCC Siemens bike
So, die Messe ist vorbei und das Wochenende dient der Pflege von Stimme und Füßen. Die Messe verlief gut auch wenn es stellenweise ruhig mehr Besucher hätten sein dürfen. Der Vorteil der ruhigen Phasen war aber, dass auch das Standpersonal ab und an die Möglichkeit hatte etwas von der Messe zu sehen.
Das Foto zeigt mich auf dem Siemens-Bike von Orange County Choppers (OCC). Der Chopper macht echt was her!

Bald habe ich viel Zeit

Diesen Blog habe ich in den letzten Wochen bzw. Monaten ziemlich vernachlässigt, aber es war einfach eine sehr sehr stressige Zeit. Speziell mein Auftritt auf der CeBIT mit dem Projekt SemProM hat unglaublich viel Vorbereitung und Energie gekostet. Ende des Monats habe ich erst einmal eine Woche Urlaub, denn der Resturlaub muss weg.

Tja, und danach ist die Arbeit auch relativ entspannt, denn ab dem 1. April führt Siemens am Standort Nürnberg-Moorenbrunn für die nächsten 6 Monate die Kurzarbeit ein. Pro Monat muss man dabei drei Tage zu hause bleiben, die Gehaltseinbußen belaufen sich jedoch nur auf etwa 6%. Überstunden darf man auch keine machen, daher dürfen wir ab dem 1.4. auch wieder brav am Tor stempeln. Da ich noch meinen kompletten Jahresurlaub habe und jetzt 18 weitere freie Tage dazubekomme, kann man nur hoffen, dass das Wetter im Sommer gut wird.

Ich bin mal sehr gespannt auf die Quartalszahlen. Eigentlich könnte ich mich auf die lockeren Monate ja freuen, aber ansehen zu müssen, wie die Projekte ins Stocken geraten macht keinen Spaß. Man möchte mit seiner Arbeit doch zufrieden sein und am Ende des Monats stolz auf ein gutes Ergebnis zurückblicken können.