Tokyo Disneyland

Am letzten Tag in Tokyo stand der Besuch von Tokyo Disney auf dem Programm. Da wir nur den einen Tag Zeit hatten, konnten wir nur einen der beiden Parks besuchen und entschieden uns für Disneyland.

Das Wetter war zwar eher durchwachsen mit kurzen Regenfällen, aber dafür war es nicht so überfüllt. Die Wartezeiten pro Attraktion waren selten länger als 20min. Für mich überraschend war, dass einige Attraktionen vom Namen identisch mit den amerikanischen Originalen waren, aber dann doch ganz anders aufgebaut waren. Meine dreijährige Nichte erfreute sich eher an den klassischen Karussellen. Pinocchio oder die Jungle Cruise versetzten sie in Angst und Schrecken. Ich fand auf jeden Fall, dass die Disney-Magie wieder zu spüren war und ich werde sicherlich wieder hinfahren.

Picture (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
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Highlight des Tages: Meine Nichte summt freudestrahlend “It’s a small World” nach.

Da samma wieda

Ja, seit heute bin ich zum dritten mal in Japan und es fühlt sich gut an. Der Flug war angenehm ruhig und ich bin relativ entspannt in Tokyo angekommen. Bis ich in der Innenstadt war, war es bereits nach zwölf, so dass ich gleich mit der traditionellen ersten Handlung auf japanischen Boden begonnen habe: Nudelsuppe essen.

Zum Glück gibt es den Laden in Ikebukuro noch, den ich hier gerne besuche (Bahnhofsausgang Seibu, dann rechts). Ich habe mir dort tantanmen bestellt, eine Variante mit einer angenehm leichten Schärfe. Man sitzt dabei am Tresen und schaut den Köchen direkt bei der Zubereitung zu. Die große dampfende Schüssel steht wenige Minuten später vor mir und duftet einfach nur himmlisch. Neben den Nudeln hat die Suppe butterzartes Schweinefleisch als Einlage sowie Zwiebeln, Lauch und etwas Seetang. Als weiters Highlight schwimmt in der Brühe ein gekochtes Ei mit perfekt weichem Dotter, welches vorher mariniert wurde. Die Brühe selbst hat vermutlich durch das Miso einen milchig cremigen Charakter und aufgrund der scharfen Öle einen ins rötliche gehenden Farbton. Geschmacklich wurde das Ganze noch durch etwas gerösteten Sesam. Oh man, ich könnte noch ewig darüber schreiben…

Picture (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
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Was ist sonst noch passiert: Hotel einchecken, duschen, ein paar Lebensmittel einkaufen, japanische SIM-Karte besorgen, auf der Dachterrasse des Hotels den Abend mit nen Bier genießen.

Highlight des Tages: Die Japaner lernen jetzt endlich auch was ein Radler ist. Schmeckt gar nicht mal so schlecht.

Und dann kam ein Taifun

Seit gestern abend geht ein Taifun mit orkanartigen Böen über uns hinweg und versetzt Tokyo in den Ausnahmezustand. Kein öffentlicher Transport fährt mehr und der Unterricht wurde heute auch abgesagt. Mal sehen, was ich jetzt mit der ganzen Zeit anfange…

Kendo!!

In einem kleinen Park im Stadtteil Shinjuku konnte man gestern ein Training eines Kendo-Kurses bewundern. Auf einem galoppierenden Pferd galt es 3 Ziele mit Pfeil und Bogen zu treffen. Das haben zwar nur die wenigsten geschafft, war aber trotzdem spannend das mal live zu sehen.





I shall dance … in Ikebukuro

Festival in Ikebukuro, Tokyo. (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Festival in Ikebukuro, Tokyo. (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Festival in Ikebukuro, Tokyo. (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Festival in Ikebukuro, Tokyo. (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Festival in Ikebukuro, Tokyo. (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Festival in Ikebukuro, Tokyo. (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Vermutlich wegen des Feiertags findet am gesamten langen Wochenende in Ikebukuro ein Folklore-Tanzfest statt. (Allerdings Folklore modern interpretiert, glaube ich.) Aber wie für so viele Dinge in Japan gilt auch hier: so richtig verstehe ich es nicht. Es ist auf jeden Fall bunt und lustig. Und es gibt Straßenstände mit lecker gegrilltem Essen.

T-Shirts!!!!!

UNIQLO UT Store in Ginza. Photo (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
UNIQLO UT Store in Ginza. Photo (c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Kann man jemals zu viele T-Shirts haben? Wenn ja, nähere ich mich der Obergrenze auf jeden Fall rapide an. Best Shop for T-Shirts: UNIQLO UT Store in Ginza.

Edo-Tokyo-Museum

Aufnahme im Edo-Tokyo-Museum. (c) by Seiichi Inoe. Taken from http://www.hobby-elec1.org/edo/
Aufnahme im Edo-Tokyo-Museum. (c) by Seiichi Inoe. Taken from http://www.hobby-elec1.org/edo/
Über das Museum muss ich eigentlich nichts mehr schreiben. Es ist einfach genial und ein absolutes Muss, falls man mal in der Gegend sein sollte.
Als Guide hat sich diesmal ein Herr Inoue Seiichi angeboten, der leidenschaftlich über die Einzelheiten der Geschichte Tokyos berichtet hat. Freundlich, selbstlos und zuvorkommend: Das beschreibt ihn ganz gut, denn er macht es komplett als Ehrenamt (und Trinkgeld nimmt er natürlich auch keins). Zum Abschluss hat er noch ein nettes Foto von unserer Gruppe geschossen und auf seine Homepage gestellt (http://www.hobby-elec1.org/edo/).[

Lost in Roppongi

Roppongi ist eine Ecke in Tokyo, die für ihr Nachtleben bekannt ist. Hier reiht sich Bar an Bar und Nachtclub an Nachtclub. Was auf den ersten Blick sehr attraktiv klingt, entwickelte sich aber schnell zu einer eher unschönen Erfahrung.
Erstens wird Roppongi fast ausschließlich von Touristen besucht und zweitens fühlt es sich nicht wie Japan an, sondern eine Schmuddelecke in Las Vegas. Überall stehen nigerianische Türsteher, die einen hartnäckig in Clubs ziehen oder Nutten andrehen wollen. Chris (den ich im Hotel kennen gelernt habe) und ich waren schnell genervt. Da wir etwas zu früh für den Nachtclub dran waren, nahmen wir Reißaus und gingen in die deutsche Kneipe Bernds Bar und tranken erstmal ein Bitburger.
Der Nachtclub war eher unspektakulär, obwohl hochgelobt und empfohlen. Am interessantesten war noch, dass Tanzen verboten war. Dies ist ein altes Gesetz in Tokyo, dass eigentlich keine Anwendung mehr findet. Aber wenn die Polizei einen Laden dicht machen will, kramt sie dieses raus und führt unangekündigt Razzien durch.
Um ein Uhr nachts waren wir dann wieder im Hotel und am nächsten Morgen hatte ich Kopfschmerzen.

Keine Herbstfarben in Rikugi-en

(c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
(c) by Jörg Neidig. All rights reserved.
Leider hat sich die Natur noch nicht in Herbstfarben gehüllt. Daher war der Besuch des Parks Rikugi-en nicht sonderlich spektakulär (abgesehen davon, dass der Park natürlich wunderschön ist).

Shoppen bis der Arzt kommt

SavedPicture-2013102194759.jpgEinkaufen und Museumsbesuche bieten sich natürlich geradezu an, wenn es mal wieder Bindfäden regnet. Und wo geht man in Tokyo einkaufen, wenn man auf dicke Hose machen möchte? Richtige Antwort: Ginza. Hier liegen Prada, Luis Vitton, Armani usw. Tür an Tür. Kaufen kann ich da zwar nichts, schauen darf man aber mal. Also von außen, denn die Türsteher schauen so grimmig und machen mir Angst.

Allerdings scheint auch hier die Wirtschaftskrise nicht unbemerkt vorbeizugehen, denn an der ein oder anderen Stelle waren ein paar Leerstände zu sehen. Vor ein paar Jahren wäre das sicherlich undenkbar gewesen. Ein weiteres Indiz dafür ist vielleicht, dass die Türsteher an einigen Geschäften mich mit weinerlicher Stimme gebeten haben, doch mal reinzuschauen. “Bitte kommen Sie doch kurz rein, nur ganz kurz, nur zum Schauen.” (Das ist ja fast schon wie auf der Reeperbahn, nur vermutlich teurer…)

Aber es gibt hier auch wirklich sehenswerte Dinge: z. B. sagenhafte Kaufhäuser mit Lebensmittelabteilungen bei denen auch ein KaDeWe blass vor Neid wird und im Showroom von Sony darf man mit den neusten Geräten rumspielen. Ausserdem liegt hier mein Lieblingsladen für Spielzeug in dem ich jedesmal ein Vermögen lasse. Und weil ich gerade so in Kauflaune bin, habe ich auch schon ein paar Mitbringsel gekauft (siehe Foto). Über diesen Snack zum Knabbern wird sich bestimmt jemand freuen. 😊

Und es regnet

Leih-Schirme vor dem Hotel. (c) by Jörg Neidig. All rights reserved
Leih-Schirme vor dem Hotel.
(c) by Jörg Neidig. All rights reserved
Und es regnet und es regnet und es regnet praktisch ununterbrochen seitdem ich hier bin. Meine letzten Japanurlaube waren ja später im Jahr statt, also eher Richtung Dezember. Da das teilweise schon recht kalt war und auch nur noch die letzten Reste der Herbstfärbung zu sehen war, hatte ich mir gedacht: Jörg, biste mal schlau, fährste mal früher. Dann brauchste weniger warme Klamotten mitzuschleppen und kannst auch die Maple-Leaf-Saison voll mitbekommen.
Dass dann aber Anfang Oktober die Ausläufer der Taifun-Saison noch so deutlich spürbar sind, habe ich aus den Webseiten so nicht heraus gelesen. Also, ich bin ziemlich durchgefeuchtet und Fotos schiessen war auch noch nicht drin.
Netter Nebeneffekt: bislang wusste ich nicht, dass man hier fast überall kostenlos Regenschirme leihen kann. Praktisch. Man darf nur nicht der letzte sein, der zugreift, sonst ist eventuell nur noch ein kleiner rosa Damenschirm übrig.

Irasshaimase!

Müde, müde, müde. Oh man, der Jetlag hängt mir diesmal ziemlich in den Knochen und der Japanischkurs verlangt einem auch so einiges ab.
Den ersten Kurstag habe ich glatt verpasst, da die Schule Zeit und Ort geändert hat ohne mir Bescheid zu geben. Dafür waren sie aber so zerknirscht, dass sie mir dafür eine Privatlehrerin spendiert haben, die mit mir den Stoff nachgeholt hat. Jetzt nach dem zweiten Tag muss ich feststellen, dass die ein ordentliches Tempo vorgeben. Alter Schwede, den Stoff von mehreren Wochen VHS haken die in einer Stunde ab. Nach dem Unterricht bin ich nur kurz zurück uns Hotel, und hab mal kurz die Füße hochgelegt. Vier Stunden später bin ich aufgewacht und der Tag war vorbei… Grummel.

Ach ja, auf dem Flug hab ich eine Japanerin kennengelernt. Sie hat mir Angebote, einen Abend mit einer Geisha zu organisieren. Ich bin mir noch nicht ganz sicher was ich davon halten soll…

Erster Schultag

Festivitäten in Ikebukuro. (c) by Jörg  Neidig. Alle Rechte vorbehalten
Festivitäten in Ikebukuro.
(c) by Jörg Neidig. Alle Rechte vorbehalten

Ich bin gestern gut, aber ein bisschen platt, angekommen. Ohne das es geplant war bin ich gestern dabei mitten in ein japanisches Fest zu Ehren von irgendjemandem reingeplatzt. Direkt vor dem Bahnhofstation Ikebukuru sammelten sich die Massen in traditioneller Kleidung und tragen kleine Altäre umher. Interessant, aber wichtiger war natürlich die erste Portion Ramen. Eine ordentliche Schüssel voll mit scharfer, tomatenlastiger Brühe, Nudeln, aufgeschnittenen butterzarten Schweinefleisch und ein halbweiches in Sojasoße mariniertes Ei. Hammer.
So, und heute um eins geht es zur Schule. Man darf gespannt sein.

Tsukiji-Fischmarkt

Ein Abstecher zum Fischmarkt gehört zu einem Besuch von Tokyo einfach dazu. Neben dem Tempel Senso-Ji gehört der Fischmarkt damit zu dem Ort mit der höchsten Touristendichte in Tokyo. Das sind in Summe immer noch nicht viel, es fällt einfach nur stärker auf, da man sonst tagelang herumlaufen kann, ohne einen weiteren “Gaijin” zu sehen.
Die Fischauktion findet im Dezember leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da dieser Monat der umsatzstärkste des Jahres ist. Touristen würden da nur stören. Andererseits spart man sich dadurch das Aufstehen um 4:00 Uhr und die 100 Euro für das Taxi. (Öffentliche Verkehrsmittel starten erst so ab 5:30 Uhr.)
Auf dem Markt gab es natürlich wieder lecker Sushi. Mittlerweile von ich beim Bestellen etwas mutiger. Die Konsequenz davon ist allerdings, dass ich plötzlich Teile vom Fisch (?) auf dem Teller hatte, von denen vermutlich noch nicht einmal der Fisch wusste, dass er so was hat.

Direkt neben dem Fischmarkt liegt interessanterweise das Nobel-Einkaufsviertel Ginza. Tiffany und co. lässt man aber am Besten links liegen und besucht die großen Kaufhäuser wie z.B Mitsokoshi. Im Vergleich dazu sieht sogar das KaDeWe alt aus. In der legendären Lebensmittelabteilung konnte ich dann noch gleich ein paar nette Souvenirs einkaufen (getrockneter Fisch, Reiswürze und Reiscracker). Im Sony Showroom kann man dann noch gepflegt Produktneuheiten wie die PSVita oder 3D-Fernseher ausprobieren. Im Yamaha Showroom gibts u.a. wunderbare Flügel (auch elektrische) zu bewundern. Usw. Usw. Der Tag ist einfach zu kurz…

Persönlicher Guide durchs Edo-Museum

Bei schlechtem Wetter (und natürlich auch bei gutem) bietet sich ein Besuch des Edo-Tokyo-Museums an. Für Ausländer gibt es keine normalen Führungen, sondern nur Freiwillige mit Fremsprachkenntnisse. Also bin ich zur Info und habe gefragt, ob eine Führung in englisch heute zur Verfügung stände. Ja, es sei noch ein Guide frei. Für mich. Das heißt, die nette Dame hat sich mich geschnappt und mir eine zweistündige Privatführung durch die Geschichte Tokyos gegeben. Saugeil.
Das Museum ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Nur bei der Abteilung zur neueren Geschichte musste ich doch ein wenig schmunzeln. Die unerfreulichen Ereignisse des letzten Jahrhunderts sind da doch recht einseitig und verklärt dargestellt. Da gibt es Schautafeln, die von ruhmreichen Angriffen auf den Feind berichten und andere, welche die Massaker an der japanischen Bevölkerung anprangern. Naja, was die geschichtliche Aufbereitung betrifft, sind wir da deutlich weiter.