Ich habe diese Woche mit Prof. Lunze telefoniert. Er versucht die Gutachten bis zur Sitzung des Promotionsausschusses im Februar zusammen zu bekommen. Das würde es ermöglichen, bereits im März oder April das Rigorosum zu halten. Allerdings hat er schon angekündigt, dass dies nicht einfach wäre. Es gäbe vielleicht die Möglichkeit, dass die Gutachter zunächst ein so genanntes Kurzgutachten einreichen und dann bis zur Prüfung Zeit hätten das eigentliche Gutachten fertig zu stellen. Mal sehen, mehr als Abwarten kann ich jetzt sowieso nicht.
Ein bisschen schlauer
Ich würde gerne sagen, dass in dieser Woche besonders viel los war, aber ich glaube, das ist so langsam der Normalfall. Am Mittwoch und Donnerstag hatte ich meine erste Fortbildung zum Thema Normen zur funktionalen Sicherheit (speziell IEC 61508). Der Kurs war sehr interessant, aber ich bin heilfroh, dass ich kurz vorher noch einen internen Bericht eines Kollegen zu dem Thema gelesen habe. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich nur Bahnhof verstanden und wäre von der Masse an Informationen schier erdrückt worden. Am Freitag habe ich dann einige Ergebnisse vor der Gruppe vorgetragen. Ich glaube, mein Chef und die Kollegen waren ganz zufrieden. Ich werde in immer mehr Projekten eingesetzt, so dass ich mir mittlerweile eine Liste gemacht habe, um nicht den Überblick zu verlieren.
Die Kollegen in der Gruppe sind super nett. Am Donnerstag Abend (direkt nachdem ich aus Augsburg vom Kurs zurück war) sind wir zusammen weggegangen: vorher eine Kleinigkeit trinken und dann ins Kino. War ein schöner Abend. Außerdem freut es mich, dass ich mich nun wohl endgültig in die Gruppe integriert habe. Mit den Kollegen der restlichen Abteilung habe ich bislang aber nur wenig Kontakt gehabt.
So nach und nach wird die Wohnung auch bewohnbar. Die Anzahl der Kartons schwindet (hauptsächlich aber durch geschicktes umpacken). Einige Bilder hängen schon an der Wand und etwas Grün gibt es auch schon. Kommende Woche sollte endlich der bestellte Kleiderschrank kommen, was wieder zu einer deutlichen Verbesserung der Situation führen sollte. Sorgen macht mir nur die Küche oder besser die Abwesenheit der Küche. Hier bin ich noch nicht wirklich weiter gekommen. Dee einzige Ausnahme ist hier der Kühlschrank. Auf den wollte ich nicht länger warten und habe kurzerhand einen schönen großen gekauft. Von Siemens natürlich.
Langsam wird’s ernst
So langsam zieht das Tempo auf der Arbeit richtig an. Zeit zu lesen gibt es keine mehr. Wenn ich mich über ein Thema schlau machen muss, muss ich dies am Wochenende tun. Ich hätte nicht gedacht, dass sich ein Terminkalender so schnell füllen kann. Gerade letzten Mittwoch hatte ich einen Arbeitstag an dem ich nur von einer Besprechung zur nächsten gegangen bin. Klar, gerade am Anfang sind diese Besprechungen für mich sehr wichtig, da ich Leute kennen lernen und ein Netzwerk aufbauen muss, aber wenn sich die Arbeit auf dem Schreibtisch stapelt, kann das schon nervig sein. Ich kann mich aber noch glücklich schätzen, denn die Kalender meiner Kollegen sehen teilweise noch schlimmer aus. Als Tipp hat man mir mitgeteilt, doch ab und an den Kalender mit „falschen“ Terminen zu blockieren, damit man zumindest ein paar Stunden am Schreibtisch verbringen kann.
Etwas das ich auf jeden Fall noch optimieren muss, ist das parallele Abarbeiten von Aufgaben. In der Regel nehme ich mir morgens ein oder zwei Aufgaben vor, die ich abarbeiten möchte. Aber im Laufe des Vormittags kommen dann immer mehr kleine Aufgaben hinzu, die aber schnell gelöst werden müssen. Da muss mal eben schnell etwas für einen Kollegen recherchiert werden oder für denGruppenleiter schnell ein paar Folien erstellt werden und noch eben kurzfristig an einem Treffen teilnehmen für das man vorher noch das Protokoll der letzten Sitzung durchsehen muss. Spätestens ab 13:00 Uhr habe ich so fünf bis sechs offene Aufgaben mit unterschiedlicher Priorität und Zeitfenster. Das ist alles machbar, aber unterscheidet sich doch arg von der Arbeitsweise, die ich in den letzten Jahren verfolgt habe. Hier gibt es auf jeden Fall noch Potential für Verbesserungen auf meiner Seite.
Nach wie vor macht die Arbeit aber viel Spaß, auch wenn ich aufgrund der vielen Projekte an denen ich beteiligt bin noch keinen wirklichen roten Faden in meiner Tätigkeit entdeckt habe.
Wohnungsterror
Gaaanz langsam füllt sich die Wohnung. Gaaanz langsam können einzelne Kartons entpackt werden. So nach und nach werde ich einzelne Möbelstücke anschaffen und da wird sicherlich auch das ein oder andere Ikea-Prunkstück dabei sein. An Billy kommt halt keiner vorbei. Eine Küche habe ich immer noch nicht bestellt. Die erste Küchenplanung hat eine wunderschöne Küche ergeben, die nur leider etwas meinen Geldbeutel sprengt. An den nächsten Wochenenden werden auf jeden Fall eine Menge Einrichtungshäuser besucht.
Dissertation eingereicht
Am Montag ist es passiert. Ich habe mit meinem vorherigen Leben abgeschlossen. Naja, nicht ganz, denn die Prüfung steht ja noch aus.
Im Klartext: Am Montag, so gegen zwei Uhr habe ich meine Dissertation eingereicht, auf dass sie dem Promotionsausschuss vorgelegt werden kann. Dieser hat heute Nachmittag getagt und offiziell das Promotionsverfahren eröffnet. Der Brocken (immerhin 230 Seiten) wird jetzt an die Gutachter geschickt. Der nächste Schritt liegt nicht in meiner Hand.
Fühle ich mich jetzt glücklich und frei nach der Abgabe? Nein. Ich fühle mich unsicher und bin skeptisch. War das jetzt wirklich der große Wurf? Hätte ich mit mehr Zeit nicht etwas Besseres abgegeb können? Wird das Aufgeschriebene den Ergebnissen der letzten Jahre gerecht? Und vor allem, habe ich überhaupt genügend interessante Ergebnisse und sind diese richtig?
Oh Mann, ich hatte schon gehofft, dass mir nach der Abgabe ein Stein vom Herzen fallen würde.
Gut in Nürnberg angekommen
Der Umzug nach Nürnberg ist vollzogen. Die neue Wohnung enthält aber noch kaum Möbel und die Kartons sind auch noch nicht ausgepackt. Gemütlich ist also was anderes. Aber mit der Zeit wird es schon werden. Der erste Arbeitstag bei Siemens liegt nun auch schon hinter mir und ich habe den Schritt zu keiner Zeit bereut. Das Team ist nett und die Aufgabe ist (glaube ich) recht interessant. Zur Zeit verbringe ich jedoch den ganzen Tag damit, zu lesen und zu lernen.
Weitere Blogeinträge wird es wohl in den nächsten Tagen nicht geben, da mein Internetanschluss erst Ende Dezember freigeschaltet wird.
Sydney das war’s
Tja Sydney, du bist eine tolle Stadt und wir hatten viel Spass miteinander. Dein kulturelles Angebot haben wir genossen und dein Nachtleben schaetzen gelernt, in deinen Parks haben wir gelegen und in deinen Restaurants unzaehlige Male asiatisch gegessen. Aber irgendwann ist alles vorbei. In ein paar Stunden kehren wir dir den Ruecken zu. Vieleicht fuer immer, vielleicht sehen wir uns wieder. Tschuess und denk an uns.
Blue Mountains gestrichen
Morgen wollten wir eigentlich einen Tagesausflug in die Blue Mountains nahe bei Sydney machen, aber der wurde gestrichen. Die Waldbraende in der Gegend dauern schon seit einigen Tagen an und sind mittlerweile so gross und verheerend, dass der gesamte Nationalpark gesperrt wurde. Es ist zwar noch moeglich mit der Bahn in die groesseren Stadte auf den Bergen zu fahren, aber in die Natur darf man nicht mehr.
Die MEldung der Feuerwehr: „All areas of Blue Mountains National Park will remain closed until further notice.“
Melbourne das war’s
Zwei Tage „Great Ocean Road“ und ein weitere Tag voller Besichtigungen in Melbourne liegen hinter uns. Morgen geht es auf nach Sydney, der letzten Etappe unseres Urlaubs.
Die Fahrt ueber die Great Ocean Road war nicht so wie wir sie erwartet hatten. Sie war viel besser. Wir hatten uns fuer zwei Tage ein Auto gemietet und haben diese zwei Tage auch hauptsaechlich in diesem verbracht. 700km in 2 Tagen klingt nicht nach viel, aber die Serpentinen erlauben keine hohen Geschwindigkeiten und ausserdem moechte man die Gegend ja auch geniessen. Und das bedeutet, dass man alle Nase lang am Strassenrand anhaelt und sich staunend die Landschaft anschaut.
Die Gegend war unglaublich abwechslungsreich. Steilklippen, Huegellandschaften aehnlich den Voralpen (inkl. Kuehen), satte Wiesen wie in Irland und Regenwald, all das war auf engstem Raum anzutreffen. Jede Kurve hatte Ueberraschungen parat. Wir sind echt gespannt auf die Fotos. Den perfekten Sonnenuntergang haben wir allerdings nicht bekommen, da es abends doch recht bewoelkt war.
Das Mittagessen haben wir uns an beiden Tagen selbst zubereitet und zwar auf einem Grill. In Australien stehen ueberall elektro- oder gasbetriebene Grills herum, die kostenlos oder fuer einen kleinen Betrag (1-2$) von jedem genutzt werden koennen. Wie haben uns also mit Fleisch und ordentlich Gemuese eingedeckt und diese dann auf der heissen Stahlplatte zubereitet. Sehr gut. Ein solches Angebot koennte man ruhig auch bei uns einfuehren. Hier bedeutet Grillplatz eben nicht nur ein Kreis aus Steinen. Grillen gilt hier als Volkssport.
Das Fahren verlief uebrigens problemlos. An den Linksverkehr hatten wir uns sehr schnell gewoehnt, nur das Blinken hat uns bis zuletzt Kopfschmerzen bereitet. Blinker- und Scheibenwischerhebel sind naemlich vertauscht. Wir haben also sehr haeufig unfreiwillig unsere Scheiben gereinigt.
Giftige Spinne
Wir haben jetzt uebrigens unseren ersten Kontakt mit einer giftigenm Spinne gehabt. Wir steigen so schoen in unseren Tourbus ein, da laeuft so ein 8-beiniges Getier ueber die Decke und verursacht ein grosses Gekreische im Bus (Ich habe beinahe einen Herzkasper bekommen). Anthony meinte dies sei ein Huntsman Spider und nur ein bischen giftig. Man wuerde nur etwas krank werden, er sei aber nicht toedlich. Na dankeschoen.
Noch ein paar Worte zur Outback-Tour
Ich will noch ein paar Worte zu unserer Tour durch das Outback verlieren. Die Tour hatten wir bei einer Firma namens Groovy Grapes gebucht. Die Tour heisst Rock2Water und genau dass macht die Tour ja auch. Man startet mitten im Nirgendwo (Alice Springs) wo Wasser ein sehr seltenes und kostbares Gut ist und endet in Adelaide, welches direkt an der Suedkueste liegt.
Am ersten Tag der Tour dachten Christian und ich nur „was haben wir uns da angetan“. Schlafen im roten Wuestensand unter freiem Himmel, selbst kochen und nur gelegentlich Zugang zu sanitaeren Anlagen. Ausserdem haben wir beide den Altersdurchschnitt der Gruppe deutlich gehoben, da die meisten anderen Teilnehmer ihre Auszeit in Australien direkt nach der Schule oder dem Studium genommen haben.
Nach einigen Tagen hat sich unsere Einstellung aber total geaendert. Die Gruppe war nett und die gemeinsamen Erlebnisse haben uns schon recht stark zusammengeschweisst. Unsere Fahrerin/Fuehrerin Sandy hat einen ganz grossen Beitrag zu dieser einzigartigen Tour beigetragen. Sie ist eine richtige Powerfrau. Wenn wir uebermuedet in den Seilen hingen, hat sie noch einmal richtig aufgedreht.
Die Tour hat uns auf jeden Fall einen guten Eindruck vom dieser Ecke Australiens verschafft, da wir uns eben nicht nur kurz die touristischen Ecken angeschaut haben, sondern eben auch das richtige Outback erlebt haben. Einen richtigen Schock haben wir allerdings noch einmal erlebt, als wir am vorletzten Tag nach Coober Pedy gefahren sind. Diese Stadt ist die Hoelle. Da es im Sommer durchaus ueber 55 Grad heiss werden kann, haben einige Leute beschlossen ihre Haeuser unterirdisch anzulegen. Was auf den ersten Blick wie eine tolle Idee klingt, sieht in der Realitaet sehr deprimierend aus. Ein Leben ohne Fenster in einer Stadt, die ihre besten Tage eindeutig hinter sich hat. Frueher hat hier wohl Goldgraeberstimmung geherrscht als man noch Opale in grossen Mengen gefunden hat. Mittlerweile ist die Stadt ein Sammelbecken fuer gescheiterte Existenzen (zumindest sieht es so aus). Als wir mit dem Bus in die Stadt einfuhren, sahen wir gleich an der ersten Strassenecke einen vollkommen besoffenen Aborigini mit heruntergelassener Hose, der sich mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen hat. Super erster Eindruck von der Stadt war das. Vielleicht tun wir der Stadt unrecht, aber wir wearen echt froh als die Reise am naechsten morgen um 5 Uhr frueh schon wieder weiter ging. So negativ das auch klingt, war es doch unglaublich interessant eben alle Gesichter des Landes mal zu sehen.
So, der Bus zum Boot nach Kangoroo Island kommt gleich. Ich muss Schluss machen. Den naechsten Eintrag gibt es wahrscheinlich erst wieder in drei Tagen.
Ankunft in Adelaide
Uns geht es gut und wir sind wohlbehalten nach Abschluss unserer Tour durch das australische Outback in Adelaide angekommen. Die Zivilisation hat uns wieder. Die erste Nacht in einem richtigen Bett hat richtig gut getan und von der heissen Dusche moechte ich gar nicht erst reden. In ein paar Minuten geht es aber schon wieder weiter, da wir gleich im Barossa Valley eine Reihe von Weinguetern besichtigen wollen (Weinprobe eingeschlossen). Mehr werden wir wohl erst heute Abend schreiben koennen.
Mitten im Outback
Wir sind gerade mitten im Outback und kommen zurueck vom grandiosen Sonnenuntergang ueber Ayers Rock. Morgen werden wir je nach Stimmung den Aufstieg wagen oder eine Wanderung um den grossen Felsen machen. Damit uns die Hitze nicht erwischt stehen wir um 4 auf. Wahnsinn.
Uns geht es soweit gut und auch Christians Sonnenbrand wird allmaehlich ertraeglich auch wenn er noch aus Vorsicht eine lange Hose traegt (bei 40 Grad im Schatten). Die naechsten Tage werden wir uns allerdings vermutlich nicht melden koennen, da wir uns mitten in der Wueste ohne Handy, Internet, Strom und fliessend Wasser aufhalten werden. Uebernachten werden wir auf dem Sandboden in Schlafsaecken unter freiem Himmel im Nirgendwo.
Die Tour, die wir gebucht haben, ist recht alternativ, mehr als wir uns dass so gedacht hatten. Es macht aber grossen Spass, obwohl Christian und ich den Altersdurchschnitt in der Gruppe schon deutlich angehoben haben. So ich muss Schluss machen. Im Reservat von Ayers Rock nehmen es die Leute echt von den Lebenden und jeder Moment Zivilisation muss teuer erkauft werden.
Auf dem Weg ins Outback
Wir sind gerade wieder mal in Sydney. Diesmal auf dem Weg ins Outback. Verbrannt aber gluecklich erwarten wir was da kommen mag.
Verbrannt aber gluecklich
Die erste Etappe unseres Urlaubs haben wir jetzt hinter uns. Wir sind gerade zurueck von unserem Ausflug auf das Great Barrier Reef. Wir haben dort 3 Tage auf einer Insel verbracht, die Teil des Reefs ist und dementsprechend komplett aus Korallen besteht. Der Aufenthalt war einfach wahnsinn.
Die Insel selbst war schon eine Ueberraschung. Erstens war sie so klein, dass man relativ schnell einmal herum laufen koennte, wenn nicht ein Bereich der Insel als Vogelbrutplatz gesperrt waere. Wir verstehen allerdings nicht warum es eine solche Absperrung gibt, denn die ganze Insel ist voll mit Voegeln. Also so richtig voll. Auf der wintzigen Insel soll es ueber 50.000 Voeel eben, was teilweise ueber 50 Voegel pro Baum sind. Die ganze Insel ist erfuellt von einem Geschnatter, Gezwitscher und Gekeife. Es ist einfach unbeschreiblich. Die unangenehme Seite davon ist der konstant in der Luft liegende Geruch nach Guano. Die Voegel sind komplett zutraulich, da sie offensichtlich keine natuerlichen Feinde haben. Tatsaechlich muss man eher aufpassen, dass man nicht ausversehen ueber so einen Vogel stolpert, denn die Voegel weichen nicht aus.
Das die Insel einen weissen Strand, tuerkisfarbenes Wasser und jede Menge Palmen hatte brauche ich ja eigentlich nicht zu erwaehnen. Viel interessanter ist das Schnorcheln. Zumindest ich habe das jetzt das erste Mal ausprobiert, Christian hat das glaube ich schon einmal gemacht. Ich kann nur sagen: WOW. Die Korallen waren schon super, zwar nicht so quietschbunt wie man das auf Postkarten so sieht, aber trotzdem toll. Faszinierender war aber das sonstige Wasserleben. Das Riff pulsiert foermlich vor Leben und das schon direkt in den ersten Metern gemessen ab Strand. Christian und ich waren wohl nie weiter als 50 Meter vom Strand entfernt, aber schon hier schwammen wir inmitten von schillernden Fischschwaermen. Mittendrin heisst hier wirklich mittendrin. Auch an groesseren Tieren herrschte kein Mangel: Meeresschildkroeten, Manta-Rochen, Haie, um nur ein paar zu nennen. Und die waren nicht irgendwo weit weg, sondern richtig nah. Schildkroeten haben wir bestimmt 20 Stueck gesehen, einige davon haben uns so nahe herangelassen, dass wir sie streicheln konnten. Das war wirklich ein unglaubliches Erlaubnis, so nahe an diesen faszinierenden Tieren zu sein und mit ihnen schwimmen zu koennen. Vier Schildkroeten konnten wir kurz bei der Paarung beobachten, was diese aber wohl nicht so toll fanden (3 Maennchen und ein Weibchen ist schon etwas stressig).
Vor den Mantas, muss ich aber zugeben, habe ich einen gehoerigen Schrecken bekommen. Als diese Riesenviecher (Christian meinte, etwa 3 Meter Spannweite) auf mich zuduesten, konnte ich nur an diesen australischen Tierfilmer denken, der aufgespiesst wurde.
Die Sonne bretzelt hier wirklich erbarmungslos herunter. Christian und ich passen schon sehr gut auf. Wir schmieren uns regelmaessig fette Sunblocker 30+ auf die Haut und verlassen Gebaeude niemals ohne Hut. Und dennoch hat es uns erwischt. Das ganze Zeug nuetzt bei dieser Sonne nicht viel. Da beim Schnorcheln gerade die Rueckseite unserer Beine recht exponiert waren, sind diese zur Zeit recht schmerzhaft verbrannt. Christian hat es richtig boese erwischt. Das aergerliche daran ist, dass wir nicht leichtsinnig waren, sondern uns wirklich vorgesehen haben. Wir wussten nur nicht, dass die Sonne so dermassen aggressiv ist, dass drei Stunden in der Sonne trotz Einkremens schwere Folgen hat.
Naja, mittlerweile sind wir von der Insel wieder herunter und machen uns bereit auf unsere Erfahrungen mit dem Outback, wo angeblich die Sonne noch staerker scheinen wird. Alles in allem sind wir super gluecklich trotz der Schmerzen. Die Erfahrung auf der Insel war so unglaublich, dass alleine diese Tage schon genuegend Eindruecke fuer einen ganzen Urlaub beinhalteten.
