Auf den Pfaden der alten Samurais



Alle Wege führen nach Tokyo. Naja, eigentlich ja nur 5. Diese fünf Hauptverkehrswege wurden vom ersten Shogun direkt bei der Gründung von Edo/Tokyo angelegt und stellen auch heute noch Hauptverkehrswege dar. Auch die japanischen Schnellzüge Shinkansen sind nach den Namen der alten Wege benannt. Der wohl wichtigste Weg verband Kyoto mit Tokyo und damit den Sitz des Kaisers mit dem Sitz des Shoguns. Das hier eine Menge Briefverkehr stattfand ist klar.
Und genau diese alte Straße ist teilweise noch begehbar. Heute konnte ich bei wunderschönen Wetter den Wanderweg zwischen Magome und Tsumago im Kiso-Tal genießen. Die beiden Städtchen haben sich ganz schön herausgeputzt und die Häuser in den Originalzustand zurück versetzt. Es war wie eine kleine Zeitreise. Naja, wenn man von den Unmengen an Souvenirläden absieht und dem Tatbestand, dass man mehrmals eine größere Landstraße queren muss.
Ein absoluter Höhepunkt liegt etwa auf halber Strecke. Hier liegt ein 250 Kahre altes Teehaus, dass müde Wanderer kostenlos mit Tee und Süßigkeiten versorgt. Super.

Mitten auf der Strecke hat mich dann ein gelbes Schild mit einem Bär irritiert. Gibt es hier wirklich Bären, oder wollen die den Touristen nur Angst einjagen? Wenige Meter weiter war mir aber klar, dass die das ernst meinen, denn in regelmäßigen Abständen waren Glocken angebracht mit denen Krach man die Bären verjagen soll. Also habe ich eifrig gebimmelt und habe keinen Bären gesehen.

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