Hakuna Matata

Hier die Eindrücke der ersten 2 Tage Safariurlaub.

12.2.16

Zugegeben, ich war schon lang nicht mehr so aufgeregt vor einer Reise wie vor dieser. Obwohl ich ja eine voll durchorganisierte Tour von Studiosus gebucht hatte, habe ich selten so viel Überlegung in die Vorbereitung gesteckt. Das fing mit einen wahren Impf-Marathon an, ging über den Kauf der Ausrüstung, bis hin zum Kofferpacken. Oh ja, das Kofferpacken. Vom Veranstalter gab es streng einzuhaltende Richtlinien: Abmaße max. 60cm x 40cm x 30cm (gerade mal etwas größer als ein Kabinenkoffer) mit max. 15 kg Inhalt. Als ich alles was ich dringendst mitnehmen wollte neben dem Koffer ausgebreitet hatte, erkannte ich das Problem. Verschärft wurde das noch durch den Tatbestand, dass auch noch Platz im Koffer für die Winterjacke vorgehalten werden musste. Naja, irgendwie ist das dann doch hinzubekommen. ( 4 Socken für 17 Tage müssen reichen.) Später habe ich bei den erfahrenen Mitreisenden gemerkt, dass man problemlos noch deutlich leichter reisen kann.

Die Anreise war im Prinzip kein Problem. Entspannt mit der Bahn nach Frankfurt, entspannt in den Flieger, dort die ersten Mitreisenden getroffen und in einem nagelneuem Flugzeug ein paar Stunden nach Doha verbracht. Bequemlichkeit und Service waren eher so mittel, aber mit knapp 6 Stunden war die Flugzeit ja überschaubar.
Da sich kurzfristig der Anschlussflug geändert hatte, warteten nun 8 Stunden Aufenthalt. Dafür hatte der Veranstalter ein Hotel gebucht. Statt dem versprochenen praktischen Airport Hotel im Transitbereich wurden die Betroffenen in ein Hotel in der Innenstadt gebucht. D.h. also wir mussten mit allen üblichen Kontrollen nach Katar einreisen und einen Shuttlebus zum Hotel nehmen. Da am nächsten Morgen alles wieder zu erledigen war, blieben von den 8 Stunden Aufenthalt nur 3,5 Stunden im Hotel übrig.

13.2.16

Um 7:50 flog der Flieger ab und ich hatte aufgrund der absolut beschissenen Nacht schon schlechte Laune. Das Flugzeug nach Daressalam war dann der letzte Dreck. Ich habe noch nie so eng und unbequem gesessen wie dort. Meine Knie sind fast vorne angestoßen und wenn der Vordermann seinen Sitz nach Hinten gelehnt hat war sein Rückenteil gefühlt 30cm von meinem Gesicht entfernt. Hinter mir saß so ein fetter Arsch (und ich wähle meine Worte mit bedacht), der ununterbrochen auf meinen Sitz trommelte, um den Touchscreen des Entertainment-Systems zu bedienen. Das Essen war einfach nur eklig. Viele Reisende habe es komplett stehen lassen. Bezahltes Essen stehen lassen kam für mich natürlich nicht in Frage. Danach war mir schlecht. Nach 6 Stunden Flug tat mir alles weh, mir war schlecht, war vollkommen übermüdet, mir explodierte förmlich der Schädel und ich wollte einfach nur noch, dass die Reise zuende geht.

Nachdem wir unser Gepäck eingesammelt hatten, wurden wir gleich am Ausgang des Flughafens abgeholt und zum Hotel in der Stadtmitte von Daressalam gefahren. Die Fahrt durch die Stadt war der Wahnsinn. Zum einen prasselten die ersten afrikanischen Eindrücke auf einen ein. Zum anderen dauerte die Fahrt ewig, da wir auf den völlig überlasteten Straßen mehr standen als fuhren. Der höllische Verkehr mit den bunt verzierten Bussen, Menschen in traditioneller Kluft, Straßenverkäufer: jetzt geht wirklich der Urlaub los. Das Hotel war erstklassig, aber ich habe nicht viel davon mitbekommen. Ich wollte nur noch ins Bett.

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