Ein untrügerisches Zeichen dafür, dass ich hier im Blog zu viel Japankram poste, ist, dass ich mittlerweile jede Menge japanischen Spam zugesandt bekomme. Ich kann ihn nicht lesen, aber vermutlich will mir jemand etwas verkaufen (wahrscheinlich Dinge mit wachstumssteigernder Wirkung auf Körperteile).
Endlich Fotos vom letzten Japanurlaub hochgeladen
Kaum sind 5 Monate rum und – schwups – schon habe ich die Bilder vom letzten Japanurlaub hochgeladen.
http://www.joerg-neidig.de/gallery/v/Japan2013/


(Ob ich es jemals schaffe, die Bilder aus Norwegen durchzusortieren…?)
Zuckerlose Haribo Goldbären räumen auf
Offensichtlich pustet die zuckerlose Variante der Haribo Goldbären einen so richtig durch. Selbst Amazon warnt vor übermäßigem Verzehr: http://www.amazon.com/Haribo-Gummy-Candy-Sugarless-5-Pound/dp/B000EVQWKC.
Die Kommentare bei Amazon sind teilweise so bizarr lustig, dass ich mich vor Lachen nicht mehr einbekommen habe. Eine Auswahl der besten Kommentare gibt es auch dort zu sehen: http://hugelol.com/lol/233772.
Ich frage mich, ob ich mal eine Packung bestellen soll…
Nicht viel Museum aber umso mehr Ramen

Man kann sich prinzipiell einmal quer durch Japan essen. Könnte. Denn obwohl die Shops auch halbe Portionen anbieten ist man spätestens nach 2 Schüsseln mehr als satt. Lecker war es allemal.
Takoyaki!!!

Tintenfisch in fluffigem Teig (in kleinen Pfännchen ausgebraten) mit süßer Sojasoße bestrichen, etwas Mayonnaise, Kräuter und Fischflocken. Das hat ungefähr eine Millionen Kalorien und schmeckt himmlisch.
Und dann kam ein Taifun
Seit gestern abend geht ein Taifun mit orkanartigen Böen über uns hinweg und versetzt Tokyo in den Ausnahmezustand. Kein öffentlicher Transport fährt mehr und der Unterricht wurde heute auch abgesagt. Mal sehen, was ich jetzt mit der ganzen Zeit anfange…
Kendo!!
I shall dance … in Ikebukuro



Open-Air-Museum bei 30 Grad Celsius
Den sonnigen Samstag nutzen, um mal aus der Stadt rauszukommen klang nach einem tollen Plan. Das Ziel: das japanische Open-Air-Museum mit einer Vielzahl historischer Gebäude gelegen in einem schönen Park. Doch bei unerbittlichen 30 Grad wurde das ganze zur schweißtreibenden Arbeit. Fluchend mühte ich mich ab, die unzähligen Treppenstufen des an einem Hang gelegenen Parks zu erklimmen. Und was gab es jeweils als Belohnung zu sehen? Ein altes Haus.
Nicht falsch verstehen, das Museum ist wirklich sehenswert, aber bereits nach der Hälfte der Ausstellungsstücke trat dann doch eine gewisse Ermüdung auf.
T-Shirts!!!!!
Edo-Tokyo-Museum

Als Guide hat sich diesmal ein Herr Inoue Seiichi angeboten, der leidenschaftlich über die Einzelheiten der Geschichte Tokyos berichtet hat. Freundlich, selbstlos und zuvorkommend: Das beschreibt ihn ganz gut, denn er macht es komplett als Ehrenamt (und Trinkgeld nimmt er natürlich auch keins). Zum Abschluss hat er noch ein nettes Foto von unserer Gruppe geschossen und auf seine Homepage gestellt (http://www.hobby-elec1.org/edo/).[
Lost in Roppongi
Roppongi ist eine Ecke in Tokyo, die für ihr Nachtleben bekannt ist. Hier reiht sich Bar an Bar und Nachtclub an Nachtclub. Was auf den ersten Blick sehr attraktiv klingt, entwickelte sich aber schnell zu einer eher unschönen Erfahrung.
Erstens wird Roppongi fast ausschließlich von Touristen besucht und zweitens fühlt es sich nicht wie Japan an, sondern eine Schmuddelecke in Las Vegas. Überall stehen nigerianische Türsteher, die einen hartnäckig in Clubs ziehen oder Nutten andrehen wollen. Chris (den ich im Hotel kennen gelernt habe) und ich waren schnell genervt. Da wir etwas zu früh für den Nachtclub dran waren, nahmen wir Reißaus und gingen in die deutsche Kneipe Bernds Bar und tranken erstmal ein Bitburger.
Der Nachtclub war eher unspektakulär, obwohl hochgelobt und empfohlen. Am interessantesten war noch, dass Tanzen verboten war. Dies ist ein altes Gesetz in Tokyo, dass eigentlich keine Anwendung mehr findet. Aber wenn die Polizei einen Laden dicht machen will, kramt sie dieses raus und führt unangekündigt Razzien durch.
Um ein Uhr nachts waren wir dann wieder im Hotel und am nächsten Morgen hatte ich Kopfschmerzen.
Keine Herbstfarben in Rikugi-en
Shoppen bis der Arzt kommt
Einkaufen und Museumsbesuche bieten sich natürlich geradezu an, wenn es mal wieder Bindfäden regnet. Und wo geht man in Tokyo einkaufen, wenn man auf dicke Hose machen möchte? Richtige Antwort: Ginza. Hier liegen Prada, Luis Vitton, Armani usw. Tür an Tür. Kaufen kann ich da zwar nichts, schauen darf man aber mal. Also von außen, denn die Türsteher schauen so grimmig und machen mir Angst.
Allerdings scheint auch hier die Wirtschaftskrise nicht unbemerkt vorbeizugehen, denn an der ein oder anderen Stelle waren ein paar Leerstände zu sehen. Vor ein paar Jahren wäre das sicherlich undenkbar gewesen. Ein weiteres Indiz dafür ist vielleicht, dass die Türsteher an einigen Geschäften mich mit weinerlicher Stimme gebeten haben, doch mal reinzuschauen. „Bitte kommen Sie doch kurz rein, nur ganz kurz, nur zum Schauen.“ (Das ist ja fast schon wie auf der Reeperbahn, nur vermutlich teurer…)
Aber es gibt hier auch wirklich sehenswerte Dinge: z. B. sagenhafte Kaufhäuser mit Lebensmittelabteilungen bei denen auch ein KaDeWe blass vor Neid wird und im Showroom von Sony darf man mit den neusten Geräten rumspielen. Ausserdem liegt hier mein Lieblingsladen für Spielzeug in dem ich jedesmal ein Vermögen lasse. Und weil ich gerade so in Kauflaune bin, habe ich auch schon ein paar Mitbringsel gekauft (siehe Foto). Über diesen Snack zum Knabbern wird sich bestimmt jemand freuen. 😊
Und es regnet

(c) by Jörg Neidig. All rights reserved
Dass dann aber Anfang Oktober die Ausläufer der Taifun-Saison noch so deutlich spürbar sind, habe ich aus den Webseiten so nicht heraus gelesen. Also, ich bin ziemlich durchgefeuchtet und Fotos schiessen war auch noch nicht drin.
Netter Nebeneffekt: bislang wusste ich nicht, dass man hier fast überall kostenlos Regenschirme leihen kann. Praktisch. Man darf nur nicht der letzte sein, der zugreift, sonst ist eventuell nur noch ein kleiner rosa Damenschirm übrig.





