Hardcore-Fans

Es gibt Menschen, die die Bücher von Terry Pratchett mögen. Es gibt solche, die sich selbst als große Fans bezeichnen. Und dann gibt es die Hardcore-Fans.
Hardcore-Fans besitzen natürlich alle Bücher (inkl. Karten, Lexika und dem Kochbuch), typischerweise gleich in mehreren Fassungen und signiert. Sie haben haufenweise Scheibenwelt-T-Shirts im Schrank, Zeichnungen an der Wand, Zinnfiguren im Regal. Hardcore-Fans nehmen größere Reisen in Kauf, um regelmäßig an den Conventions teilzunehmen. Tätowierungen mit Scheibenweltmotiven sind nicht selten.
Jetzt war auf der Convention jedoch ein hochschwangerer weiblicher Fan, der wirklich alles gegeben hat. Als während einer Lesung die Wehen einsetzten, meinte sie nur, dass diese erst im Abstand von 8 Minuten kämen und sie daher noch viel Zeit habe und sie lieber der Lesung noch weiter zuhören wurde.

Hardcore.

Und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf…

OK, die diesjährige Aufgabe im Igel-Rennen kam etwas überraschend. Man soll ein Gerät bauen, mit dem man das Geschlecht der großen Schildkröte A’Tuin ermitteln kann. Insider werden das verstehen, alle anderen vermutlich fragend eine Augenbraue heben.

Gestriges Highlight war sicherlich (wie immer) Terry Pratchett’s Bed Time Story, bei der er aus einem neuen, noch nicht veröffentlichen Buch vorliest. Diesmal war es „Dodger“, das im alten London spielt und erzählt, wo Dickens die Inspiration für seine Geschichten erlangte.
Und am Abend gab Colin Smythe noch bis zwei Uhr nachts einen wirklich interessanten Gesprächspartner ab.

The future’s bright, the future’s octarine

Wie üblich wird die Discworld Convention erst am Freitag Abend offiziell eröffnet, aber – auch wie üblich – der Spaß hat schon längst begonnen. Das Schönste ist, dass ich gleich einen ganzen Haufen alter Bekannter getroffen habe. Man sieht sich zwar nur alle zwei Jahre, aber das Hallo ist dafür um so größer.
So, muss Schluss machen. Gleich startet die Anmeldung zum Igel-Rennen.

Walking Robot Dancing to Stayin’ Alive

Das jahrzehntelange Streben der Wissenschaft, laufende Roboter zu kreiren, hat nun ein krönendes Ende gefunden. Tausende von Ingenieuren, Informatikern und Kybernetiker beglückwünschen sich mit Tränen in den Augen: Die Technik ist besser als John Travolta!.

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Sie haben mir ins Essen gequatscht

In Indien sind die Angestellten in Hotels und Restaurants sehr sehr sehr zuvorkommend. Also ich meine wirklich sehr. Am Anfang fand ich das noch ganz putzig, aber nach einer Weile ging mir das ganz schön auf den Zeiger. Einerseits ist es ja wirklich nett, wenn sich die Angestellten praktisch darum streiten, wer jetzt den Koffer tragen darf. Es ist auch eigentlich positiv, wenn man im Restaurant um das Wohl des Kunden besorgt ist und nachfragt, ob denn alles recht sei. Aber gestern beim Frühstück ist mir echt der Kragen geplatzt.

Da sitzt man also beim Frühstück und will einfach nur in Ruhe sein Müsli löffeln. Ich genieße gerne die ruhige Zeit, um langsam in Fahrt zu kommen und um im Kopf den Plan für den Tag durchzugehen. Aber das hat man mir nicht gegönnt. Im Abstand von weniger als einer Minute kamen tatsächlich 5 Bedienstete an, um mir ins Essen zu quatschen.
– Der erste möchte von mir unbedingt wissen, warum ich keinen Orangensaft trinke.
– Der nächste fragt, ob er mir ein Omelett machen kann.
– Darf es noch etwas Kaffee sein? Nein, denn meine Tasse ist noch randvoll.
– Der vierte möchte mitteilen, dass es auch frische Früchte gebe. Nein, vielen Dank.
– Wollen Sie immer noch keinen Saft. NEIN!

Und als ich dann kurz vor dem Ausflippen war, kommt der Restaurantchef in Anzug und Krawatte an meinen Tisch. Er reicht mir die Hand und möchte sich mir vorstellen. Er sei der Chef hier und sein Name sei soundso und ob auch alles zu meiner Zufriedenheit wäre und dass ich mich jederzeit an ihn wenden könne und warum ich keinen Orangensaft trinken würde, der sei doch ganz frisch.

Ich bin dann ohne Müsli zurück aufs Zimmer gegangen und habe leise hin mich hineingeweint.

Jeden Tag was Neues

Neulich musste ich in Indien eine Erfahrung machen, die vermutlich schon Millionen Reisende vor mir machen mussten. Ich befinde mich auf dem stillen Örtchen und suche verzweifelt und erfolglos nach der Papierrolle. Das ist immer eine unschöne Situation. Nach einer Weile fällt mir auf, dass es gar keinen Rollenhalter gibt. Stattdessen befindet sich rechts neben mir ein Wasserhahn. Als dann langsam die Erkenntnis in mir reift, denke ich mir: „Das wird jetzt interessant.“

Zerstörung in Super-Slow-Motion

Es gibt so Momente, da wünsche ich mir eine Hochgeschwindigkeitskamera und Dinge, die man kaputt machen kann. Auf eine interessante Art und Weise. Rein zu wissenschaftlichen Zwecken. Für den Weltfrieden und die Völkerverständigung.

Persönlicher Guide durchs Edo-Museum

Bei schlechtem Wetter (und natürlich auch bei gutem) bietet sich ein Besuch des Edo-Tokyo-Museums an. Für Ausländer gibt es keine normalen Führungen, sondern nur Freiwillige mit Fremsprachkenntnisse. Also bin ich zur Info und habe gefragt, ob eine Führung in englisch heute zur Verfügung stände. Ja, es sei noch ein Guide frei. Für mich. Das heißt, die nette Dame hat sich mich geschnappt und mir eine zweistündige Privatführung durch die Geschichte Tokyos gegeben. Saugeil.
Das Museum ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Nur bei der Abteilung zur neueren Geschichte musste ich doch ein wenig schmunzeln. Die unerfreulichen Ereignisse des letzten Jahrhunderts sind da doch recht einseitig und verklärt dargestellt. Da gibt es Schautafeln, die von ruhmreichen Angriffen auf den Feind berichten und andere, welche die Massaker an der japanischen Bevölkerung anprangern. Naja, was die geschichtliche Aufbereitung betrifft, sind wir da deutlich weiter.

Red Bull District Ride 2011 in Nürnberg

Red Bull District Ride 2011Am Wochenende war der Red Bull District Ride 2011 in Nürnberg zu Gast. Das war mal wirklich ein Event, dass seinesgleichen sucht. Mitten in der Innenstadt auf einem 1km langem Parkour von der Burg bis zum Hauptmarkt waren verschiedene Hindernisse wie z.B. Rampen und Quarterpipes aufgebaut. Die absolut furchtlosen Fahrer führten dort dann die waghalsigsten Manöver durch: sensationell hohe Sprünge, Drehungen, Überschläge uvm.

In meiner Fotogallerie habe ich ein paar Bilder eingestellt, die ein wenig zeigen, wie sensationell die Leistung der Teilnehmer des Events war.

(Pictures (c) by Jörg Neidig. All rights reserved. Private and commercial use is forebidden.)

Auf ein Neues!

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr!

Nach einer richtig guten Feier sitze ich gerade im Wohnzimmer und genieße die Ruhe. (Die Wohnung ist mittlerweile wieder aufgeräumt, aber was ich mit den ganzen Essensresten anfange ist mir noch nicht ganz klar.)

Alice Cooper in Bamberg

Am Montag ist Alice Cooper in Bamberg aufgetreten. Zusammenfassung: Sehr sehr unterhaltsam (hoher Spaßfaktor), die Vorbands gut, die Bühnenshow sehr sparsam, Alice war gut drauf und meine Ohren tun jetzt weh. Die Jako-Arena in Bamberg war bei weitem nicht ausverkauft (zumindest fühlte es sich so an), aber dafür war man sehr nah dran. Alice Cooper hat ja schon ganz ordentlich Jährchen auf dem Buckel und aussehen tut er noch viel älter. Andererseits hat es der Rock-Opa immer noch drauf sein Publikum zu begeistern.

Asteroiden-Entdeckungen von 1980 bis 2010

In diesem Video (auf Youtube) von Scott Manley werden die vom Jahr 1980 bis 2010 entdeckten Asteroiden dargestellt. (Entdeckt habe ich den Beitrag auf der Seite Boing Boing nach der ich mittlerweile fast süchtig bin.)

In dem Video kann man sehr schön sehen, dass neue Asteroiden immer nur in einem bestimmten Winkel zur Erde entdeckt werden. Außerdem werden mit fortschreitender Zeit die Entdeckungsmethoden wohl immer ausgefeilter und die Rate der Entdeckungen nimmt stetig zu. Die Asteroiden sind farblich markiert: rot = fliegt auf Erde zu, gelb = nahe der Erde, grün = alle anderen. In der Animation leuchten die neu entdeckten Objekte kurz weiß auf.
Ach ja, die geniale Musikuntermalung ist ‚Transgenic‘ von Trifonic und die Videoauflösung lässt sich bis auf 1080 px hochdrehen.